Denk das! Das Yoga Sutra des Patañjali – Eine Einführung mit Michael Wiese
➜ Anhören➜Einführung➜ Das ganze Script zum Lesen

Denk das! Das Yoga-Sutra des Patañjali – zum Nachlesen

Hier kannst Du den ganzen Podcast hören & abonnieren

Apple Podcast | Spotify | Soundcloud | Podcast.de | TuneIn

Kleine Podcast-Statistik zum 31.05.2024

Plays

120.000

Follower

1.000

Hörer*innen

3.000

Teil 61 – Magischer Quatsch? – Yoga Sutra 3.5 – 3.13

Diese Folge hören

Es geht tiefer und tiefer mit der Versenkung und der Ausrichtung des Geistes, bis es irgendwann nicht einmal mehr eines Objekts der Konzentration bedarf. Diese subtilen Stufen der Versenkung dürften sich den wenigsten Menschen erschließen. Und dennoch können wir das magische Versprechen dahinter bewundern.

Ui ui ui, heute werde ich mich und Euch fordern. 

In der letzten Folge habe ich den Dreiklang von saṃyama vorgestellt. Saṃyama, das sind die letzten drei Glieder des 8-fachen Wegs: dhāraṇā, dhyāna und samādhi. Man könnte auch sagen: die Welt der Meditation, der Weg nach innen. Waren die ersten fünf Glieder noch stärker nach außen gerichtet und daher auch im Teil 2 des Yoga-Sutras, dem Kapitel über die Übung, repräsentiert, bilden die letzten drei Glieder des achtfachen Wegs den Beginn des vierten Kapitels „über die Ergebnisse“. Denn, so Yoga Sutra 3.5:

Yoga Sutra 3.5 tajjayāt prajñālokaḥ 

Aus der Meisterschaft dieser Meditation entsteht vollkommenes Wissen von allem Wahrnehmbaren.

Und weiter:

Yoga Sutra 3.6 tasya bhūmiṣu viniyogaḥ 

Die Umsetzung dieser Meditation erfolgt in den drei genannten aufeinander folgenden Bereichen. 

Yoga Sutra 3.7 trayam-antarangaṁ pūrvebhyaḥ

Im Vergleich mit den vorherigen Stufen sind diese drei Stufen die inneren Glieder des achtfachen  Weges. 

Was hat es nun mit dhāraṇā, dhyāna und samādhi auf sic?. Ist das was für Dich, für mich? Können wir uns einlassen auf diese tiefere Ebene? Auf den Switch von außen nach innen?

Damit ist ja nicht gemeint, sich mal fünf Minuten ruhig hinzusetzen und ein bisschen zu atmen. Oder doch? Sind die Ergebnisse der Meditation, der Versenkung, ein exklusives Gut für Superyogis?

Können wir uns einlassen auf die Radikalität, die das Sutra hier postuliert? Die Radikalität besteht darin, alle Bezüge und Prägungen unseres Citta zu durchbrechen und uns durch die reine und ungetrübte Schau mit der wahren Natur zu verbinden. In dhāraṇā,so die Idee, verweilt unsere Konzentration konstant auf einem Objekt, in dhyāna werden die Grenzen zwischen dem Ich und dem anderen zunehmend aufgelöst, und in samādhi verweilt unser wahres Selbst in stiller Ruhe. Echt jetzt. Tu doch nicht so erleuchtet!

Aber, lieber Yogi, liebe Yogini, bild‘ Dir nichts ein, denn damit ist es noch nicht genug: wie eine Atomphysikerin, die immer weiter in die meditative Tiefe reist, geht es weiter:

Yoga Sutra 3.8: tadapi bahiraṅgaṁ nirbījasya

Selbst diese drei inneren Glieder sind nur die äußeren Aspekte im Vergleich mit der ultimativen keimlosen Versenkung.

Also: auch die drei inneren Stufen sind noch äußerlich, denn sie bedürfen noch eines Objekts, eines Samens (bīja), von dem sich unser citta ernährt. Doch auch das ist nur die nächste Hülle der Zwiebel, die wir noch wegnehmen müssen. Okay, ich muss es jetzt tun, der Vollständigkeit halber, und Euch mit den nächsten fünf Sutras malträtieren:

Yoga Sutra 3.9 vyutthāna-nirodha-saṁskārayoḥ abhibhava-prādurbhāvau nirodhakṣaṇa cittānvayo nirodha-pariṇāmaḥ

Wenn die unterbewussten Eindrücke des erregten Wachzustands und des Ruhezustands abwechselnd auftreten und das Bewusstsein sich jeden Augenblick mit dem Ruhezustand verbindet, geschieht „nirodha-pariṇāma“ die Verwandlung in den Ruhestand.

Yoga Sutra 3.10 tasya praśānta-vāhitā saṁskārat

Der ruhige Fluss dieses Übergangs zur Stille erzeugt eine neue Prägung.

Yoga Sutra 3.11 sarvārthatā ekāgrātayoḥ kṣayodayau cittasya samādhi-pariṇāmaḥ

Das Aufhören der Zerstreuung des Geistes durch alle Arten von Objekten und das Erwachen einer einer einzigen Ausrichtung wird „samadhi parinama“ – Verwandlung der Versenkung – genannt.

Yoga Sutra 3.12 tataḥ punaḥ śātoditau tulya-pratyayau cittasya-ikāgratā-pariṇāmaḥ

Dann führt die Balance zwischen friedvollem Zustand und der Erwachen der Konzentration wieder zu einer Verwandlung des Bewusstseins – das ist „ekāgratā-pariṇāma“.

und… 

Yoga Sutra 3.13 etena bhūtendriyeṣu dharma-lakṣaṇa-avasthā pariṇāmā vyākhyātāḥ 

Damit sind die drei Verwandlungen in Körper und Sinnesorganen, nämlich der Beschaffenheit, des Merkmals und des Zustands, erklärt.

So, jetzt brauch ich erst mal einen Schluck Wasser, Moment.

Ja, was machen wir jetzt damit, Leute. 

Ich fasse es mal zusammen: Wenn wir die vollständige Ruhe im Geist erreichen, bewegt sich dieser dennoch zwischen einem Zustand der Aktivität und der Ruhe. Das erzeugt eine neue Qualität und ermöglicht uns immer besser eine Balance zwischen Aktivität und Ruhe des Bewusstseins zu etablieren. Dann folgt die nächste Verwandlung zu einer Konzentration, die keine Schwankungen mehr hat. Dann haben wir den Nukleus, den Kern der Dinge erreicht.

Ich will ganz ehrlich mit Euch sein: 

Folgen kann ich hier nur noch mit meinem Intellekt, das heißt. ich kann erkenntnistheoretisch diese weiteren Abstufungen nachvollziehen, aber wovon genau Patañjali hier erfahrungsbezogen spricht, erschließt sich mir nicht mehr. 

Meine Frau sagt: ja, das ist vielleicht auch Quatsch. 

Ich sage: magischer Quatsch. 

Und dient der Abgrenzung, schließlich wollen wir nicht jeden in den magischen Tempel der Erleuchtung eintreten lassen, oder?

Quellenkritisch dürfen wir nicht vergessen, dass wir es mit einem Text aus der elitären Priesterkaste zu tun haben, also einer Kaste, die ihre Macht zu sichern sucht durch Aus- und Abgrenzung, wie alle Priester aller Systeme dieser Welt. 

Und irgendwann bohren wir so tief, dass die Frage nach den Unterscheidungsmerkmalen nur noch eine akademische Frage ist. Und Du hast das nicht verstanden? Na, Du bist eben noch nicht so weit!

Michael, Du bist nur sauer, dass Du hier nicht mehr so richtig folgen kannst. Ja, kann sein.

Aus der Chemie und Physik lernen wir heute: Je weiter wir die Materie, die Teilchen, die Atome aufspalten, desto größer wird das Nichts, die Leere, die Ruhe, in die wir schauen. 

Vielleicht ist es so auch mit diesen letzten Stufen der radikalen Verwandlung vom Novizen zum befreiten Yogi: Es geht letztlich darum zu erkennen, dass hinter dem nächsten Etwas nur noch mehr Nichts ist. Ich weiß es nicht. 

Das ist Yoga.

Gehe zu Teil 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90

Bleib auf dem Laufenden!

Bitte abonniere unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben. Wir versenden nur einmal im Monat und garantiert werbefrei.

Bitte auswählen:
Mit Deiner Anmeldung erklärst Du Dich damit einverstanden, dass die oben eingegebenen Daten zur Bearbeitung Deiner Anfrage verwendet werden. Sie werden ausschließlich für die Auslieferung des Newsletters benutzt. Mehr erfährst Du auf unserer Datenschutzerklärung
Alle Folgen im Überblick

Samādhi Pāda

Teil 1 – Den Geist beruhigen – Yoga Sutra 1.1 – 1.2

Das Yoga-Sutra ist eine Philosophie, eine Psychologie und ein Leitfaden. Wie ein Reiseführer durchs Leben. Alles beginnt damit, dass Du anfängst, zu üben, deinen Geist zu beruhigen.

Teil 2 – Das wahre Selbst erkennen – Yoga Sutra 1.3 – 1.4

Was würden wir sehen, wenn unser Bewusstsein „rein“ und „ungetrübt“ wäre? Wer würde dann überhaupt sehen, wenn wir unsere Bewusstseinsbrille einmal abnehmen könnten?

Teil 3 – Die fünf Bewusstseinszustände – Yoga Sutra 1.5 – 1.6

Yoga ist eine Diät. Wir versuchen, die geistige Nahrung, das zu Verarbeitende, man könnte auch sagen, die Ablenkung, das „Wählen müssen“, das „Entscheiden müssen“ zu reduzieren, bis vielleicht irgendwann völlige Ruhe einkehrt. In dieser Folge untersuchen wir die fünf Bewusstseinszustände im Überblick.

Teil 4 – Gültiges Wissen und Irrtum – Yoga Sutra 1.7-1.8

Oft sind wir sicher, dass das was wir denken, soweit richtig ist. Das ist wichtig für den Alltag, wir können nicht immer alles hinterfragen. Aber oft haben wir veraltetes Wissen und merken es nicht. Oder noch schwieriger: wir wissen gar nicht, was wir nicht wissen.

Teil 5 – Vorstellungskraft und Fantasie, die Superpower des Gehirns – Yoga Sutra 1.9

Die Vorstellungskraft ist eine menschliche Superpower. Damit können wir uns aus der Wirklichkeit in gedankliche Welten beamen, die so gar nicht existieren. Sie lässt uns die Welt denken, und dazu benötigen wir Worte. Allerdings verwechseln wir oft die Bedeutung der Worte mit der Wirklichkeit.

Teil 6 – Nidra, das Schlafbewusstsein – Yoga Sutra 1.10

Auch der Schlaf ist im Yoga-Verständnis ein eigener Bewusstseinszustand. Er ist tief und nicht träge. Aber dennoch keine Pause.

Teil 7 – Dein Erinnerungsspeicher – Yoga Sutra 1.11

Erinnerungen sind ein Zustand unseres Bewusstseins, in dem wir uns häufig befinden. Erinnerungen sind nicht statisch, sondern unterliegen auch unserem unsteten Geist.

Teil 8 – Üben und immer wieder loslassen -Yoga Sutra 1.12-1.14

Abhyāsa – das Üben und vairāgya – das Loslassen, sind unsere ständigen Begleiter beim Yoga. Sie sind wie zwei Wanderstöcke, die Partner und Stützen, die uns helfen, die richtige Balance auf dem Weg zur Freiheit zu finden.

Teil 9 – Gelassenheit muss man üben – Yoga Sutra 1.15-1.16

Abhyāsa – das Üben und vairāgya – das Loslassen, sind unsere ständigen Begleiter beim Yoga. Sie sind wie zwei Wanderstöcke, die Partner und Stützen, die uns helfen, die richtige Balance auf dem Weg zur Freiheit zu finden. In dieser Folge gehe ich auf vairāgya ein.

Teil 10 – Exkurs: die Gunas und die drei Zustände der Materie

Der Mensch liebt Dreieckskonstruktionen. Die drei Gunas, oder Grundeigenschaften allen Seins, gehören auch dazu. Die gunas, das sind sattva, rajas und tamas. Sattva ist das Klare, das Reine, rajas ist Aktivierende und tamas das Hemmende.

Teil 11 – Schritt für Schritt vorankommen – Yoga Sutra 1.17

Samadhi, die Erleuchtung, ist ein großer Brocken aber Yoga ist auch ein langer Weg. Ein lebenslanger Weg. Wir haben unseren Rucksack gepackt, unsere Wanderstöcke liegen gut in der Hand, die Trinkflasche ist voll und die Schuhe geschnürt. Auf geht’s zum Gipfel der Erleuchtung.

Teil 12 – Das Leben mit Mut, Zuversicht, Vertrauen und Tatkraft gestalten – Yoga Sutra 1.18 – Yoga Sutra 1.22

Man sollte wissen, wer man ist und die Werkzeuge wählen, die einem auf dem Weg, dem Yogaweg weiterhelfen. Viele Wege führen nach Rom. Mut, Zuversicht, Vertrauen und Tatkraft sind wichtige Gefährten auf dem Weg.

Teil 13 – Om und Amen – Yoga Sutra 1.23 – Yoga Sutra 1.29

Kommt Yoga eigentlich ohne Gott aus? Und was soll das bedeuten? Manche sagen ja, Yoga sei eine Ersatzreligion. Das sind alles zu statische Schubladen. Yoga ist viel mehr und hängt vor allem von Deiner Perspektive ab. In diesem Teil geht es um īśvara, die Hinwendung zu Größeren.

Teil 14 – Yoga gegen Depression und Enge – Yoga Sutra 1.30 – 1.32

Mit Hindernissen halten Dich nicht von Yoga üben ab. Im Gegenteil, sie werden Dir Dir in der Form überhaupt erst begegnen, nachdem Du dich auf den Weg gemacht hast. Es geht hier um die Hindernisse, die dich daran hindern werden, deinen Geist zur Ruhe zu bringen. Und diese Hindernisse sind uns allen sehr gut vertraut.

Teil 15 – Mit Liebe und Mitgefühl die Gedanken beruhigen – Yoga Sutra 1.33

Liebe öffnet uns die Türe zu den vielen alternativen Wegen, die zur Erleuchtung führen. Liebe, Mitgefühl, Empathie, Großherzigkeit sind die Super-Powerfähigkeiten, mit denen wir nicht nur andere beglücken können, sondern auch unseren eigenen Geist gelassen machen. Muss man aber auch üben!

Teil 16 – Einatmen und Ausatmen – Yoga Sutra 1.34

Unsere Atmung ist ja eigentlich ein Wunder. Sie ist wie eine gigantische Brücke zwischen unserem Unterbewusstsein und unserem aktiv ansteuerbaren Wesen und zugleich die offensichtlichste Verbindung zur Außenwelt. Die Konzentration auf die Atmung ist eine von vielen Meditationen, die das Yoga-Sutra vorschlägt, um unseren Geist zu beruhigen und sicherlich auch eine der wirkungsmächtigsten.

Teil 17: Yoga Sutra 1.35 – Kontemplation auf das, was da ist

Es geht weiter mit den Vorschlägen, wie wir unseren Geist beruhigen können. Mit den äußeren und inneren Sinneseindrücken stehen wir ohne Unterlass in einer Wechselbeziehung. Den ganzen Tag und auch die Nacht, 24h am Tag. Was ist also näher liegend, als diese Eindrücke und Objekte für die Meditation zu nutzen?

Teil 18 – Alles ist Licht – Yoga Sutra 1.36

Sich auf die Energie des Lichts zu konzentrieren, aus dem unser ganzes Universum gebaut ist, auch Du, ist eine weitere unerschöpfliche Quelle für die Meditation. Und eine sehr schöne Möglichkeit, sich Erden Verbunden-Seins klarzumachen – z.B. mit der Orange, die Du beim Frühstück isst.

Teil 19: Yoga Sutra I.37 – Vorbilder finden, um die eigene Resilienz zu stärken

Manchmal hilft es sehr, sich auf Menschen zu konzentrieren, die schon ganze andere Sachen erlebt haben, die als Vorbild dienen können und die Dein eigenes Hadern und Leiden relativieren und weniger wichtig erscheinen lassen. Dann kannst Du wieder Distanz zu Dir aufbauen und Dich nicht so wichtig nehmen. Das wird deinen Geist beruhigen.

Teil 20 – Schlaf und Liebe Yoga Sutra 1.38 – 1.39

Aus Träumen lernen und tiefes Wissen erlangen – das hat nicht Sigmund Freud erfunden. Das Yoga-Sutra bietet es als eine bewährte Methode an, um mehr über sich und seinen Geist zu lernen. Eine noch schönere Methode ist vielleicht, sich auf die Liebe zu konzentrieren. Die Liebe ist eine unerschöpfliche Quelle für die Erlangung tiefen Wissens über die Welt. Wie toll.

Teil 21 – Meisterschaft erlangen – Yoga Sutra 1.40

Ein stabiler Geist, der nicht gleich bei der ersten Ablenkung fortgerissen wird, ist die Voraussetzung dafür, die Dinge klarer zu sehen und ihre wahre Natur zu erkennen. Dann kann ma die Dinge so sehen, wie sie wirklich sind. Diese Beherrschung des Geistes wird uns frei machen und die kleinsten und die größten Herausforderungen meistern lassen.

Teil 22 – Teil des Ganzen sein – Yoga Sutra 1.41

Ständig tritt unser Geist in Verbindung mit äußeren und inneren Objekten. Wir nehmen die Welt wahr durch unser subjektives Bewusstsein. Diese Beziehung zu verstehen ist eine wichtige Voraussetzung, um unseren Geist transparent wie einen Kristall zu machen und seine Arbeit besser zu verstehen.

Teil 23 – Apfelmus und Erleuchtung – Yoga Sutra 1.42 – 1.46

Manchmal können wir es schaffen, ohne Worte tiefe emotionale Beziehungen herzustellen zu Objekte, die unser Bewusstsein wahrnimmt. Der Weg zur Erleuchtung führt über viele Stadien. Meistens braucht unser Geist noch Hilfen und Krücken, manchmal geht die Verbindung direkter, ganz ohne Worte und Bindungen.

Teil 24 – Alle Limits überwinden, oder doch nicht! Yoga Sutra 1.47 – 1.51

Freiheit ist eine Übung in Subtraktion. Weniger Grübeln, weniger Ablenkung, weniger Identifizierung. Man kann diesen Weg auf die Spitze treiben und versuchen, sich radikal von allen Bindungen zu befreien. Eine Versenkung, die hinter allem liegt, was Ego, Prägung, Worte, Erinnerungen und Schlussfolgerungen ist. Ob wir das wollen?

Teil 25 – Sadhana Pada – das 2. Kapitel des Yoga Sutra

Diese Folge gibt einen Überblick über das 2. Kapitel des Yoga-Sutra – Sadhana Pada, der Weg der Übung.

Sādhana Pāda

Teil 26 – Bleib dran! Mit Maß und Hingabe – Yoga Sutra 2.1 – 2.2

Der Dreiklang von Leidenschaft, Selbststudium und Hingabe bildet die Grundlage des praktischen Yoga-Übens. Dran bleiben mit Maß und Hingabe, das ist wie ein Geländer, an dem wir uns festhalten können, um die Herausforderungen des Lebens zu immer wieder zu meistern und dabei gelassen zu bleiben.

Teil 27 – Die Komfortzone des Unwissens – Yoga Sutra 2.3

Der Yogaweg listet 5 große Hindernisse auf, die jedem Übenden begegnen werden. In dieser Folge geht es um „falsches Wissen“ oder „Nicht-Wissen“ – davon sind alle Menschen voll. Wir haben eigentlich erstaunlich wenig Ahnung von den meisten Dingen, obwohl wir es oft gar nicht realisieren. Kommen wir raus aus der Unwissenheits-Falle?

Teil 28 – Unsere Sicht auf die Welt ist nur ein Abbild der Wirklichkeit – Yoga Sutra 2.4 – 2.5

Avidyā, die Täuschung, sucht uns auf Schritt und Tritt heim. Das liegt auch daran, dass wir meinen, die Wirklichkeit zu sehen und in der Gegenwart zu leben. Tatsächlich aber sind wir gefangen in unserer Erinnerungen und Erfahrungen, mit denen wir die Gegenwart interpretieren. Der einzige Weg, dieses Hamsterrad anzuhalten, ist, diese Zusammenhänge zu durchschauen und das Wählen und Bewerten zu reduzieren.

Teil 29 – Guck mal, wie toll ich mein Ego reduziere! -Yoga Sutra 2.6

Wir Menschen neigen dazu, unser Ego nicht nur zu hoch zu bewerten, sondern auch dazu, es zu oft in den Mittelpunkt der erhofften Aufmerksamkeit zu stellen. Keiner ist frei davon. Asmitā, das Ego, hindert uns im Yoga-Verständnis von der klaren Sicht auf die Dinge. Andererseits ist das Selbstbild, das wir von uns schaffen, auch überlebensnotwendig und sinnvoll. Diesem Dilemma stellen wir uns.

Teil 30 – Futter für die Ich-Maschine: Abneigung und Gier – Yoga Sutra 2.7-2.8

Oft rennen wir Dingen oder auch Menschen hinterher mit der sicheren Erwartung, dass sie uns glücklich machen und verbeißen uns in unsere Begierden. Umgekehrt – und sicherlich noch perfider, ist das Gift der Ablehnung, Abneigung, und der Wut. Wie soll man dabei seinen Geist beruhigen! Echt jetzt.

Teil 31 – Todesangst und Überlebenstrieb Yoga Sutra 2.9

Eins ist sicher. Wir werden sterben. Irgendwann. Vielleicht in 30 Jahren, vielleicht morgen. Alle Wesen wollen leben, vom Einzeller bis zum komplexen Wesen. Und dennoch ist der Gedanke des Verschwindens für Menschen eine harte Nuss. Zugleich trennt der Mensch gern zwischen sich und der so genannten Umwelt. Ein verzweifelter Versuch, die eigene Existenz von den Gesetzen der Natur  loszukoppeln. Doch wir sind Teil des Kreislaufs vom permanenten Werden und Vergehen.

Teil 32 – Über das Leiden Yoga Sutra 1.10 – 1.17 im Überblick

Yoga-Sutras 1.10 bis 1.17 handeln vom Leiden. Ein schwieriges Thema und ein großes Thema. In der Erkenntnis der Vergänglichkeit klammern wir uns an Dinge mit unserer Zuneigung oder Abneigung, wir machen uns ständig was vor, verwechseln das, was wirklich zählt mit dem, was eigentlich nichtig ist und nehmen uns wichtiger als wir sind. Diese Folge bietet einen Überblick über das Thema.

Teil 33 – Große Gefühle, großes Leiden! Lass Dich nicht hinwegreißen – Yoga Sutra 2.10 und 2.11

Große Gefühle, großes Leiden! Dieser Teil dreht sich um die kleśas, die Widerstände und inneren Kräfte, die uns abhalten von einem ruhigen Geist. Die großen Gefühle, die großes Leiden auslösen. Die Lösung: nach innen schauen und sich nicht fortreißen lassen.

Teil 34 – Aus diesem folgt das: Karma Yoga Sutra 2.12

Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung. Karma hält das Rad des Lebens am Laufen. Karma ist aber nicht „Schicksal“, auch wenn wir das Wort im Alltag oft so benutzen. Karma ist einfach die nüchterne Erkenntnis von Ursache und Folge. Solange wir das Rad der Handlung drehen, erzeugen wir Karma. Und die Quelle für diese Handlungen sind eben unsere kleśas, unsere Lebens-Triebe.

Teil 35 – Im Netz von Ursache und Wirkung – Yoga Sutra 2.13 und 2.14

Sollten wir uns besser zurückziehen und nur noch unter einem Baum meditieren? Ist das die Alternative zu immer mehr „Action and Distraction“ – zu immer mehr Aktionismus und Ablenkung? Ist nicht doch eben der Rückzug, das weniger Handeln, weniger Karma der Rat der Stunde. Das Leben ist ein Widerspruch.

Teil 36 – Leiden vermeiden, bevor es entsteht – Yoga Sutra 2.15 und 2.17

Zukünftiges Leiden kann dann vermieden werden, wenn wir uns aus den Fängen der Verwechslung und Irrtümer befreien. unseren Geist beruhigen unsere Unterscheidungskraft reifen lassen.

Teil 37 – Ich bin nicht meine Wut – Yoga Sutra 2.17

Yoga interessiert sich so genau für die Schnittstelle, in der unser Bewusstsein auf wahrnehmbare Objekte trifft, also eigentlich überall. Denn an dieser Schnittstelle findet die Identifizierung mit unseren Gefühlen statt.

Teil 38 – Wo unser Bewusstsein auf die Wirklichkeit trifft – Yoga Sutra 2.18 und 2.19

Permanent wird unser Bewusstsein gefüttert von den Eindrücken und Objekten der inneren und äußeren Welt. Wir können unser Bewusstsein trainieren, die Qualitäten dieser Beziehungen zu erkennen und zu unterscheiden. Dann erkennen wir die Grundeigenschaften der Dinge, die hinter allem stehen.

Teil 39 – Viveka, Unterscheidungskraft – Yoga Sutra 2.20 bis 2.26

Gibt es die Welt eigentlich wirklich, gibt es sie jenseits der Wahrnehmung oder ist alles Illusion? Wäre die Welt wahrnehmbar, wenn es keine Wahrnehmer gäbe?

Teil 40 – Los geht’s auf den 8-fachen Weg – Yoga Sutra 2.27 – 2.29

Der 8-fache Weg ist ein Kernbereich des Yoga-Sutra. Seine 8 Glieder sind yama: der Umgang mit der Welt, niyama: das Verhalten Dir selbst gegenüber, āsana: die körperliche Haltung, pranayma: die Kontrolle der Atmung, pratyāhāra: der Rückzug der Sinne, dhāraṇā: die Fähigkeit, sich länger auf eine Sache auszurichten, dhyāna: die dauerhafte Stille im Geist und samādhi: die vollkommenen Loslösung. Oder: Tu das Richtige in der Welt, sorge gut für Dich und Deine Gesundheit. Dann wird sich auch geistiges Wohlbefinden einstellen und du kannst immer konzentrierter und freier werden.

Teil 41- Yamas: Benimm dich doch mal! – Yoga Sutra 2.30

Der 8-fache Weg beginnt nicht mit Asana oder Meditation. Erst mal – einen Grundvoraussetzung für alles Weitere – solltest Du dich um einen guten Umgang mit der Welt, um Dein Benehmen kümmern.

Teil 42 Niyamas: Gibt es „yogisches“ Verhalten? – Yoga Sutra 2.31 – und 2.32

Manchmal erscheint Yoga in der modernen Welt rechthaberisch. Vermeintlich yogisches Verhalten wird propagiert. Oft abgeleitet aus den ersten beiden Gliedern des 8-fachen Pfads. Aber gibt es das – Yogisches Verhalten?

Teil 43 Niyamas: Gibt es „yogisches“ Verhalten? – Teil 2 – Yoga Sutra 2.31 – und 2.32

Teil 44 – Empathie üben -Yoga Sutra 2.33

Yamas und niyamas zu üben, ist nicht immer so einfach. Es bedarf der permanenten Aufmerksamkeit und manchmal ist die Unsicherheit groß. Dann hilft es, die Perspektive zu wechseln und sich mit Empathie in andere hineinzuversetzen.

Teil 45 – Ahiṁsā (1): Der Gewalt entsagen – Yoga Sutra 2.34

Im Yoga-Verständnis ist das Hinterfragen ein notwendiger Prozess nicht der Selbstgeißelung, sondern der Qualitätssicherung. Ich möchte als Yogi meinen Geist beruhigen und befreien. Wie sollte ich mich also am besten entsprechend verhalten, damit das bestmöglich gelingt? Beim Thema „Gewalt“ geht es schon los. Es ist kompliziert…

Teil 46 – Ahiṁsā(2): Gewalt und Gartenschere – Yoga Sutra. 2.35

Die Gewalt zu reduzieren ist eine Aufgabe für den Alltag. Meist geht es nicht um Leben und Tod, sondern um die vielen kleinen Situationen, in denen wir eine angemessene Haltung finden müssen.

Teil 47 – Satya: Authentisch sein. Gar nicht leicht – Yoga Sutra. 2.36

Die Wahrheit sagen, kostet Mut. Kann auch andere verletzen – unabsichtlich oder schlimmer noch: absichtlich. Darf man unwahr reden und handeln, um andere vor unangenehmen Wahrheiten zu schützen? Es ist wichtig, den Aspekt der Wahrhaftigkeit – satya -mit ahiṁsā, der Gewaltlosigkeit zu verbinden. Wahrhaftigkeit wirkt immer nach außen wie nach innen.

Teil 48 – Asteya: Mit weniger auskommen Yoga Sutra 2.37

Philosophisch können wir die Frage stellen: Wie kommen wir überhaupt zu Dingen, von denen wir behaupten, dass sie uns gehören? Sind nicht alle Dinge, die wir besitzen, vorher irgendwo entnommen. Ist das auch schon Stehlen? Du sollst nicht Stehlen. Das vielleicht nicht. Was machen wir mit der Erkenntnis, dass wir – wenn wir ehrlich sind – dauernd auf Kosten anderer leben?

Teil 49 – Brahmacarya: Sexuelle Zurückhaltung – Yoga Sutra 2.38

Aber was hat es mit der Sexualität und der Enthaltsamkeit im Yoga auf sich? Eigentlich ist es ja sehr einfach: Die Sexualität ist der Urtrieb allen Lebens. Sie kann zu den liebevollsten und achtsamsten Erfahrungen führen, aber auch unendliches Leid auslösen. Wie sollten wir damit umgehen?

Teil 50 – Aparigraha: Die „So-wie-ich-Meditation“ Yoga Sutra 2.39

Wir sind natürlich alle nicht korrupt. Das sind immer die anderen, oder? Aber neigen wir nicht alle zur Maßlosigkeit in unseren Wünschen und Begierden. Was brauchen wir eigentlich wirklich, um glücklich zu sein?

Teil 51 – Yoga Sutra 2.40 – 2.41 – Śauca: Körperreinigung und Mythos Detox

Śauca, die Disziplin der Reinigung, ist tatsächlich wörtlich gemeint. Ein gutes Verhältnis zum eigenen Körper wirkt auch nach innen und nach außen. Es verschafft Dir Respekt gegenüber dem Wunder, das du bist und signalisiert Respekt gegenüber anderen Menschen, denen du begegnest. Und das hat alles nichts mit „Schlacken“ und Detox zu tun.

Teil 52 – Saṃtoṣa: Die Kunst, zufrieden zu sein – Yoga Sutra 2.42

Die Zufriedenheit – Saṃtoṣa, das ist das magische Wort der heutigen Folge. Zufriedenheit kann man üben. Im Gegensatz zum starken Gefühl des Glücks ist Zufriedenheit ein Zustand, der auch länger halten kann. Wenn das gelingt, kann sich darauf das Glück ausbreiten.

Teil 53 – Tapas: Lernen, Trübsinn zu verbrennen – Yoga Sutra 2.43

Tapas heißt „Brennen für etwas“, leidenschaftlich und diszipliniert sein. Aber widerspricht das nicht dem Bestreben, mit Yoga weniger anzustreben? Loszulassen? Was ist also gemeint?

Teil 54 – Svādhyāya: Lernen, was dich zu Dir selbst führt – Yoga Sutra 2.44

Oft gehen wir planlos durchs Leben und nur unsere Alltagsrituale, Gewohnheiten und Verpflichtungen strukturieren den Tag. Wenn wir innehalten und fragen: macht das eigentlich Sinn, was ich hier so Tag ein Tag aus mache, kann es leicht mal schwierig werden. Svādhyāya, das Selbststudium, hilft dabei, Dir selbst näher zu kommen.

Teil 55 – Āsana: Leicht und stabil zugleich – Yoga Sutra 2.45 – 2.46

Āsana, die Körperhaltung, meint weit mehr, als den perfekten Herabschauenden Hund. Āsana ist der Versuch, die Harmonie von Körper und Geist körperlich zu manifestieren und den vermeintlichen Widerspruch von Stabilität und Leichtigkeit zu überwinden.

Teil 56 – Über die Akzeptanz von Widersprüchen – Yoga Sutra 2.47 und 48

Āsana, die körperliche Haltung, spielt in der alltäglichen Yogawelt eine herausragende Rolle. Ist es sinnvoll, Yoga zu „performen“? Ja, vor allem wenn es uns dennoch gelingt, eine kraftvolle Leichtigkeit und Gelassenheit dabei zu entwickeln.

Teil 57 – Energiearbeit und Atemkontrolle – Yoga Sutra 2.49

Prāṇa, die Energie und prāṇāyāma, die Lenkung der Atmung/Energie ist das Herz des Yogas. Diese Lenkung der Energie ist so mühsam und erfordert so viel Aufmerksamkeit, dass auch eine einfache physische Praxis eine wahre Herausforderung darstellen kann, wenn du dich auf diesen Aspekt konzentrierst. Prāṇāyāma bedeutet, dass die Atmung mehr dem Bewusstsein hinterher rennt, sondern das Bewusstsein der Atmung folgt.

Teil 58 – Die geheime Tür zum nächsten Level – Yoga Sutra 2.50 – 2.51

Prāṇāyāma, die Technik der Atemlenkung bietet Dir viele Möglichkeiten. Das ist wie ein DJ-Pult bei einer guten Party: je nach dem, welche Regler und Knöpfe zu bedienst, treibst Du den Sound an, bremst ihn oder lässt ihn fließen.

Teil 59 – Rückzug der Sinne: Pratyahara – Yoga Sutra 2.52 – 2.55

Prātyahāra, der Rückzug der Sinne, ist vielleicht das, was weniger geübte Yogis erreichen können, ohne die An- und Einbindung in das „normale“ Leben zu lösen. Yoga ist eine Diät, eine Diät für den Geist und prātyahāra ist die Übung dazu.

Vibhūti Pāda

Teil 60 – Das dritte Buch – über die Ergebnisse – Yoga Sutra 3.1 – 3.4

Das dritte Buch des Yogasutra dreht sich um die letzten Glieder des 8-fachen Pfades und um die Ergebnisse und Fähigkeiten, die Du mit Meditation erreichen kannst. Ein Überblick.

Teil 61 – Magischer Quatsch? – Yoga Sutra 3.5 – 3.13

Es geht tiefer und tiefer mit der Versenkung und der Ausrichtung des Geistes, bis es irgendwann nicht einmal mehr eines Objekts der Konzentration bedarf. Diese subtilen Stufen der Versenkung dürften sich den wenigsten Menschen erschließen. Und dennoch können wir das magische Versprechen dahinter bewundern.

Teil 62 – Kein Werden , kein Vergehen – Yoga Sutra 3.14 -3.16

Es gibt keinen Stillstand; alles ist dem Wandel unterworfen. Auch das, was vermeintlich stabil und dauerhaft ist. Wie können wir unsere Konzentration an etwas festhalten, was sich permanent verändert, ohne zu verzweifeln?

Teil 63 – 🐿️ Eichhörnchen-Meditation – Yoga Sutra 3.17

Ab jetzt geht es um die verschiedensten Meditationstechniken. Obwohl wir schon gelernt haben, dass man hier eigentlich nur noch durch Loslassen weiterkommt, wird es wieder recht praktisch. Also im Sinne von: „übe, nicht zu üben, aber mach!“ – Yoga Sutra 3.17 dreht sich um den Klang der Wesen, z.B. eines Eichhörnchens

Teil 64 – Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? – Yoga Sutra 3.18

Saṁskāra sind die tiefen Spuren unserer Existenz, die weit über unser gegenwärtiges Leben hinausreichen – denn wir kommen nicht als weißes Blatt Papier auf die Erde sondern als ein Ergebnis von Ursache und Wirkung. Kann uns das Sinn geben und befreien oder fesselt uns das?

Teil 65 – Yoga Sutra 3.19 – 3.20 – Da guckste!

Noch neu 3.19 aufsprechen

Teil 66 – Yoga Sutra 3.21 und 3.22 – Nicht ausweichen

Sich den Erkenntnissen und Wissen, die aus Meditation zu stellen, kann schmerzhaft sein. Lieber weichen wir aus und verbleiben in den Komfortzonen unserer Existenz – bis es kracht. Gibt es einen Ausweg?

Teil 67 – Weitere tolle Meditationen – Yoga Sutra 3.23 – 3.28

Es gibt viele Möglichkeiten, zu meditieren und seine Konzentration auf irdische und auch kosmische Phänomene zu richten. In dieser Folge stelle ich weitere vor.

Teil 68 – Dein Bauchnabel – Yoga Sutra 3.29

Durch Meditation auf den Bauchnabel entsteht Wissen über den Aufbau des physischen Körpers. Der Bauchnabel ist ein ganz wichtiges Energiezentrum im Yoga, schließlich haben wir uns von diesem Punkt aus entwickelt. Was kann uns der Bauchnabel erzählen?

Teil 69 – Die Yoga Diät und die Schildkröte – Yoga Sutra 3.30 – 3.31

Sogar Hunger und Durst können wir durch Meditation auflösen. Wäre das nicht endlich die perfekte Diät? Kann man ja mal versuchen, denke ich mir immer. Aber es geht natürlich nicht um eine Diät, sondern um den Kontakt zu großen, ja existenziellen Gefühlen.  Außerdem geht es um die Wirbelsäule.

Teil 70 – Meisterschaft und Missbrauch – Yoga Sutra 3.32

Die Verbindung mit Menschen, die Meisterschaft im Yoga erlangt haben ist eine wichtige Quelle für Erkenntnis und Inspiration. Leider liegt im Yoga aber auch ein ordentliches Potenzial für Missbrauch und Schwurblertum, wie wir alle in der Pandemie erfahren konnten. Wie geht man damit um?

Teil 71 – „Mein Herz schlägt“ – Intuition und Herz

Unsere Intuition und unser Herz sind die weiteren Zielpunkte unserer konzentrierten Aufmerksamkeit. Und dieser noch tiefere Blick nach innen kann uns sehr viel verraten über unser Bewusstsein und unseren Zustand.

Teil 72 – Ashram oder Achterbahn? – Yoga Sutra 3.35 – 3.36

Wir sind zumeist in unserem Leben mit unseren Energien vor allem nach außen gerichtet, voller Ablenkungen und Begierden, immer auf der Suche nach dem nächsten Kick. Das ist Bhoga, das Gegenteil von Yoga. Wie kann es uns gelingen, mehr zu uns zu kommen, zu dem, was wir wirklich brauchen?

Teil 73: Das Runde muss erst ins Eckige! Yoga Sutra 3.38 – 3:39

Der Körper ist Dein Tempel? Echt? Hören wir oft. Ist aber zumindest aus Sicht des Yoga-Sutra Quatsch. Du sollst in schätzen, ihn gut versorgen und rein halten, aber ansonsten: Geh mal lieber ein bisschen auf Distanz zu Deinem Tempel.

Teil 74 – Relax and enjoy – Yoga Sutra 3.39 bis 3.43

Nichts ist nerviger, als verspannte und überehrgeizige Yogis. Also: Relax and enjoy! Das Yoga-Sutra lädt Dich ein, die verschiedensten Wege zu probieren, Dir Dir helfen, den lauten Sound des ICHs etwas leiser zu stellen.

Teil 75 – Spirituelles Marketing(?) – Yoga Sutra 3.44 bis 3.46

Yoga und Spirituelles Marketing? Also! Da reden wir die ganze Zeit über den Geist und Meditation und lernen nun in dieser Folge, dass die Vervollkommnung des Körpers doch die angesagte Challenge ist? Was hat es also auf sich mit den Siddhis, den magischen Fähigkeiten, die wir durch Yoga (vermeintlich) erwerben?

Teil 76 – Die subtile Meisterschaft

Wir schauen aus unserem Schädel raus, und versorgen unser Bewusstsein mit einem kontinuierlichem Strom von Eindrücken, die aus der äußeren und der inneren Welt stammen und unser Selbst kreieren. Ist dieses Selbstbildnis identisch mit unserem wahren Selbst?

Teil 77 – Hochmut kommt vor dem Fall

Hochmut kommt vor dem Fall. Guck mal, was ich kann! Wenn wir zu stolz sind und uns zu viel einbilden, auch auf unsere Yoga-Praxis, dann entfernen wir uns um so mehr von der Freiheit, die Yoga verspricht. Darum geht es in Yoga Sutra 3.50 und 3.51.

Teil 78 – Sei nicht der Tropfen, sei Wasser – Yoga Sutra 3.52 – 3.55

Sei nicht der Tropfen, sei Wasser! Wir steuern Richtung kaivalya, der bedingungslosen Freiheit, die keines Gegenüber mehr bedarf, die kein Zurschaustellen duldet. Darum geht es in Yoga Sutra 3.52 und 3.55.

Teil 79 – Über die Freiheit – Kaivalya

Das vierte und letzte Kapitel des Sutra trägt den Titel Kaivalya Pāda – das bedeutet soviel wie „Über die Freiheit“ und der Name ist Programm. Diese Folge gibt Dir noch mal eine Übersicht über alle bisherigen Kapitel und einen Überblick über das bevorstehende vierte Kapitel.

Teil 80 – Drogen und andere Hilfsmittel – Yoga Sutra 4.1 bis 4.3

Die ersten Sutras des vierten Kapitels beginnen mit der Frage nach dem Menschen und seiner Natur bzw. seiner physischen Manifestation. Welche Mittel oder auch Mittelchen tragen dazu bei, den physischen Körper zu vervollkommnen und wo sind die Grenzen?

Teil 81 – Ich und Du, Müllers Kuh. Mengenlehre à la Patañjali – Yoga Sutra 4.4 bis 4.6

Obwohl wir so verwoben sind mit unserem Tun in das Netz der Existenz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sind wir am Ende betrachtet doch allein unter vielen anderen. Der kleinen Menge an ICH steht eine vermeintlich unendlich große Menge an Nicht-Ich gegenüber, oder? Wie können wir uns dann dennoch mit der Welt verbinden. Oder ist doch alles eins? Ein bisschen Mengenlehre kann helfen.

Teil 82 – Das Leben ist ein Klettverschluss – Yoga Sutra 4.7 bis 4.11

Das Leben ist ein Klettverschluss – überall verhaken wir uns mit unseren Gedanken, Worten und Taten in der Welt – mit allen Konsequenzen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Können wir herauskommen aus diesem Gesetz von Ursache und Wirkung? Oder sind wir verdammt, darin festzustecken? Yoga Sutras 4.7 – 4.11 versuchen, Antworten zu finden.

Teil 83 – Dharma: Sinn oder Aufgabe?

Dharma ist so ein weiteres großes Yogawort und meint Aufgabe, Auftrag, Weg. Oft wird es mit Sinn verwechselt, aber Sinn ist bestenfalls ein Ergebnis von Dharma, wenn es überhaupt einen Sinn gibt. Wir sind hineingeworfen in dieses Leben im Netz von Ursache und Wirkung, das hat Konsequenzen und bestimmt mit den Weg, den du gehst. Erkennst Du Deine Aufgabe?

Teil 84 Tennis und Erleuchtung – Yoga Sutra 4.14 – 4.17

Was Tennis mit Erleuchtung zu tun hat? Na, viel natürlich. Es geht um die Einheit aus Betrachter (Mensch) und Betrachtetem. Die Frage, wie das menschliche Bewusstsein auf ein Objekt zugeht, ist ein Thema dieser Folge. Die Zeit ist die unendliche Akkumulation von kleinen Veränderungen, und diese wahrzunehmen, ist nicht nur beim Yoga von Bedeutung, sondern auch beim satten Aufprall eines Tennisballs auf dem Schläger.

Teil 85 – Sehen und gesehen werden – Yoga Sutra. 4.18 bis 4.20

Wir stehen vor der Frage aller Fragen: Wenn wir uns beim Denken und Fühlen beobachten können, was bzw. wer steckt dann noch dahinter? Das philosophische Konstrukt des „Sehers“

Teil 86 – Der Makler zwischen Welt und Selbst

Citta macht uns lebensfähig. Citta ist der quirlige Makler zwischen Wahrem Selbst und der objektiven der Welt. Citta ist der Verbinder zu der Welt außerhalb unseres Ichs.

Teil 87 – Erleuchtung in der Cloud – Yoga Sutra 4.25 – 4.29

Die letzten Hindernisse werden aus dem Weg geräumt und unser Wissen wird breit und weit wie eine Wolke. Aber wirkliches Wissen kann erst entstehen, wenn wir bereit sind, die Erwartungen an die Mediation abzulegen.

Teil 88 – Von Anfang bis /das-yoga-sutra-des-patanjali/skript/88/zum Ende – Yoga Sutra 4.30 bis 4.34

Ready for Boarding. Fasten your Seat-belts. Ready for takeoff. Wir sind schon in der Erleuchtungswolke, haben die letzten Erwartungen abgelegt und die Hürden überwunden. Nun steht der Freiheit und der Erleuchtung nichts mehr im Wege. Oder?

Teil 89 – Und wie gehts jetzt weiter?

Warum noch mal Yoga? Und was ist jetzt die Quintessenz? Und wie gehts jetzt weiter? Ganz einfach: fang an. Du wirst es nicht bereuen. Und hier steht nochmal, warum.

Ausgewählte Literatur und Links

2 Antworten zu „Denk das! Das Yoga-Sutra des Patañjali – zum Nachlesen“

⭐️⭐️ Schreib gern einen Kommentar… ⭐️⭐️